Berufswegeplanung

Berufswegeplanung (18)

Montag, 19 Dezember 2016 22:26

Linzertortenverkauf

Linzertorten für Afrika: Karlschüler verkaufen und spenden für guten Zweck

Voll in Aktion: Am vergangenen Samstag Vormittag, dem 17.12.2016, baute die Klasse 6A unter der Leitung von Klassenlehrer Manuel Warth alles nötige für einen Linzertortenverkauf vor einer Supermarktkette in Rastatt auf.

Wochenlang stand im Fachunterricht das Thema Produktionstechnik auf dem Plan: Wie funktioniert eine Produktionslinie? Wie gewährleistet man Qualitätskontrolle? An zwei aufeinanderfolgenden Freitagen wurden im Rahmen einer Schülerfirma all diese Fragen bearbeitet. Nach dem ersten Produktionsgang gab es Feedback und Evaluation, um Verbesserung und Steigerung von diesem in der Folgewoche gewährleisten zu können. Beim Herstellungsprozess hatte jeder Schüler eine Aufgabe: Teig stechen, Marmelade einfüllen, Verpackung oder Dekoration – all diese Schritte konnten so optimiert werden, dass die Effektivität in der zweiten Woche fast das doppelte betrug. Fächerübergreifend wurden Ausgaben und Einnahmen im Mathematikunterricht anhand einer Tabellenkalkulation berechnet.

Die Hälfte des Ertrags geht nach Ruanda: Jugendliche sollen dort lernen, die Gewalt untereinander zu minimieren. Es ist angedacht, dass diese Schüler im nächsten Jahr zu Besuch an die Karlschule kommen, um über ihren Alltag zu berichten und einen Einblick in ihr Leben zu geben. ,,Mir ist wichtig, dass man weiß, wohin das Geld geht und dass die Schüler direkt sehen, was damit passiert“, so Lehrer und Koch Manuel Warth. Im Interview betont er die Wichtigkeit der Wertschätzung eines Produktionsprozesses. „Hinter der Herstellung einer Tafel Schokolade steckt viel mehr als der bloße Euro, mit dem die Kinder heutzutage oftmals viel zu leichtfertig umgehen.“

Eine stattliche Summe von 330 Euro konnte erwirtschaftet werden, die Hälfte wird nach Afrika gespendet: Mit einem stolzen Lehrer und Schülern im Hintergrund, die den Wert eines Produkts schätzen gelernt haben.

Karlschüler schnuppern Zukunftsluft: Coaching 4 Future stellt MINT-Berufe vor

Mechatroniker, Medientechnologe oder technischer Zeicher werden? Diese Frage stellten sich vergangene Woche etwa sechzig Schüler der Rastatter Schule. Ein Team aus studierten Coaches führte einen Crashkurs in Sachen MINT-Berufe im Rahmen von zwei Schulstunden in allen achten Klassen durch.

„Star Care“-Zertifikat an der Karlschule-Förderunterricht ebnet erfolgreiche Schullaufbahn

Am vergangenen Dienstag erhielten elf Schülerinnen und Schüler aus Klasse 10 eine Urkunde über ein Jahr zusätzliches Engagement, Lernwille und Bereitschaft in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch. Um ihre Noten zu verbessern oder aber auch diese in den jeweiligen Fächern zu stabilisieren, zeigten die Lernwilligen eine Menge zusätzliches Zeitengagement, um ihr Ziel zu erreichen.

Mittlerweile ist das Projekt seit neun Jahren an der Rastatter Schule etabliert, das durch Star Care e.V. realisiert wird. In den ganzen Jahren wurde es jährlich zahlreichen Absolventen ermöglicht, einen erfolgreichen mittleren Bildungsabschluss zu absolvieren. „Der Erfolg und die Verbesserung der Schülerleistungen aus den Folgejahren bestätigt nicht nur die stolzen Absolventen in der Sinnhaftigkeit des Zusatzunterrichts.“, so Lehrer Marco Wäldele, der die Wichtigkeit des Kooperationspartners betont und wertschätzt.

Besonderer Dank über die qualitative Unterstützung geht an den Verein, der als zuverlässiger Kooperationspartner aus dem Schulleben der Karlschule nicht mehr wegzudenken ist.

Zukunft zielgerichtet planen - Karlschüler erleben Berufswelt hautnah - Berufswegeplanung an der Karlschule

Ziel einer Bildungseinrichtung ist es, den Menschen bestmöglich vorbereitet in die Arbeitswelt zu entlassen. Dieser Leitgedanke bildet den Grundsatz einer langwährenden Kooperation zwischen Schule und Wirtschaft. Mit diesem Hintergrund konnten die Achtklässler der Rastatter Bildungseinrichtung erneut Einblicke in unterschiedlichste Berufssparten erlangen. Einrichtungen und Unternehmen wie Daimler AG, Maquet, Klinikum Mittelbaden, Rauch Landmaschinenfabrik, Bau Grün AG, AOK Gesundheitskasse und Kindergarten Sankt Antonius gaben qualifizierte Einblicke in das Leben der Auszubildenden.

Im Rahmen eines Interviews konnten sich die Schüler informieren, wobei keine Frage unbeantwortet blieb. Sowohl Auszubildende als auch Ausbildungsleiter der unterschiedlichsten Firmen antworteten kompetent und berieten individuell und persönlich. Während der mehrstündigen Veranstaltung stand im Vordergrund, Hemmungen abzubauen und Begeisterung zu entwickeln. Aufgrund des breiten Spektrums an Berufssparten und Fachrichtungen, die der Schülerschaft dargeboten wurden, gelang es, nahezu allen Fähigkeiten und Interessen der Schüler gerecht zu werden.Neben zahlreichen Broschüren und Informationsmaterialien zum Mitnehmen rundeten Logiktests, Verbände anlegen, Spritzen am Bauchmodell setzen und Materialkunde das Angebot umfassend ab.

„Die geringe Personenanzahl ist bei der Kleingruppeneinteilung beabsichtigt. Wir möchten jedem die Möglichkeit geben, sich ausführlich und so intensiv wie möglich zu informieren. Man könnte fast von einem familiären Rahmen sprechen.“, so Marco Wäldele, Hauptorganisator und Leiter der Berufsbildung an der Karlschule. Berufswegeplanung beginnt bereits in Klasse fünf und sechs mit Betriebsbesichtigungen. Zudem sind Einblicke in die Welt außerhalb der Klassenräume Bestandteil von (Gemeinschafts-) Schule. Die Dokumentation der wiederkehrenden Berührung mit der Arbeitswelt, die als Spiralcurriculum fest in das Schulkonzept integriert ist, mündet zukünftig in einem Berufswegeportfolio. Interessen, Fähigkeiten und Qualifikationen, unter anderem auch Teilnahmen an Praktika, werden archiviert, um bestmögliche Begleitung und Unterstützung bei der Berufsfindung zu gewährleisten.

(Text: P. Wendelgas, M. Lehn)

An Ausbildungsberufe in Bauwirtschaft heranführen - Karlschule ordert ,,Baubus"

Im März 2016 konnten sich die Schüler der Rastatter Bildungseinrichtung wieder einmal darauf freuen, handwerkliche Bauberufe auf spielerisch-informative Weise anhand spannendster Multimediaelemente beschnuppern zu dürfen. Unter dem Motto ,,BAU - DEIN DING", einer Nachwuchskampagne der Bauwirtschaft Baden-Württemberg besucht ein speziell konzipierter Baubus Schulen und Marktplätze in dem Bundesland seit Februar 2013.

Alle Schüler der achten Klassen durften am vergangenen Dienstag in einem Zeitraum von etwa vier Stunden verschiedene Stationen zu unterschiedlichsten Bauberufen erkunden. Unter professioneller und kompetenter Begleitung und Beratung durch Bauingenieur Manfred Hettich und Maurermeister Jürgen Mayer blieben keine Fragen unbeantwortet. Viele unterschiedliche Stationen zum Tätigwerden begeisterten die Schüler: Ein Miniaturkran, der durch eine Steuerung bedient werden konnte, verlangte den Schülern Schnelligkeit und Richtungskoordination ab. Die ,,Fühlbar" forderte es, blind Werkzeuge wie einen Dübel, eine Wasserwaage oder gar ein Stuckelement zu erfühlen. Für mathematisch Interessierte konnte der gesamte Baubus vermessen werden, was für eine realistische Längen-Zuordnung sensibilisieren sollte. Auf einem Bauboard, einem Bewegungssimulator, der Bewegungen synchron zu einem Film ausführte, musste Koordination und Gleichgewichtssinn bewiesen werden, während trickreiche Fragen rund um das Thema Handwerk gestellt wurden. In einer Box durften sich die Schüler mit echten Jacken und Helmen wie auf dem Bau fühlen: Die Höhe eines echten Krans wurde darin simuliert, was fotografisch für jeden Teilnehmer festgehalten und als Andenken mitgenommen werden konnte.

Auch das schlechte Wetter konnte das Interesse nicht dämpfen. ,,Einige Neuntklässler nahmen freiwillig an Angeboten des Busses teil, zudem kamen nach Schulschluss zahlreiche Schüler vorbei, die trotz strömenden Regens eine regelrechte Traube um den Baubus bildeten", so Stephanie Spohn, die an der Karlschule unterrichtet und mit ihrer Kamera alle Events des Schullebens vor ihrer Linse festhält.

Der spiralcurriculare Aufbau der Berufsorientierung im Schulkonzept der Karlschule sorgt dafür, dass die Schüler immer wieder in Berührung mit unterschiedlichsten Berufen kommen dürfen, damit sich ihre Zukunft zielgerichtet planen lässt. So wurde es den Schülern der achten Klasse in diesem Schuljahr bereits ermöglicht, im Rahmen eines Berufserkundungstages unterschiedliche Unternehmen aus der Region und den damit einher gehenden Berufen aus der Wirtschaft und dem Pflegebereich kennenzulernen, wobei sie alle für die Ausbildung notwendigen Fragen stellen konnten. Im Rahmen eins einwöchigen Praktikums durften die Schüler anschließend vor Ort in für ihre Interessen und Neigungen ausgewählte Berufe schnuppern, Aufgaben mit verantworten und diese Eindrücke in einem Praktikumsbericht schildern. Der Schwerpunkt bei der Vorstellung des Baubusses lag hingegen bei den handwerklichen Berufen. ,,Wir wollen unsere Schüler von Beginn an an eine breite Palette von Berufen heranführen, sodass den Interessen und Neigungen aller Rechnung getragen werden kann", so Marco Wäldele, Organisator der Berufsvorbereitung an der Karlschule.

Zukünftig ist es angedacht, die immer wiederkehrende Berührung mit der Arbeitswelt in ein Berufswegeportfolio einfließen zu lassen, um auch die Entwicklung der Schüler schriftlich zu fixieren.

Karlschüler erproben Beruf des Einzelhandelskaufmanns - Schulentwicklung vereint Realität und Theorie

,,Interesse an einem Beruf zeigen - wie aber diesen realitätsnah erleben können?" Diese Frage stellte sich Lehrerin Nicole Hübner der achten Klasse zu Beginn des Schuljahres.

Nachdem sie mit ihren Schülern einen Besuch im BIZ, dem Berufsinformationszentrum, durchgeführt hatte, kristallisierte sich der Beruf des Einzelhandelskaufmanns als klarer Favorit heraus. Informationen erhielten die Jugendlichen dort zu vielen Ausbildungsberufen, jedoch hatte die Perspektive einer Verkaufsausbildung mit Abstand das größte Interesse geweckt.

Unter der Leitung von Nicole Hübner deckten die zwanzig Schüler nach dem Besuch im BIZ praktisch und lebensnah einige Bereiche des Ausbildungsberufs ab: Marketing und Werbestrategien, Produkterstellung und Verkauf. Der halbtägige Verkauf von weihnachtlichen Genüssen am vergangenen Wochenende in der Schlossgallerie in Rastatt ließ die Schüler erste Eindrücke erlangen und Sensibilität für den Beruf entwickeln. Zusätzlich wurde konstruktive Elternarbeit durch Besuche als Mithilfe am Stand gelebt. Das Angebot durch die Schüler war vielseitig: von selbstgebackenen Kuchen zum Mitnehmen über verpackte Linzertorten für die Festtage und auch vielerlei Plätzchen. Zusätzlich konnten Verkaufsgespräche und Kundenkontakt trainiert werden. ,,Unser Projekt stieß auf jede Menge positive Resonanz beim Kunden.", so eine Schülerin.

Zusätzliche Spenden an dem Verkaufsstand über die mehr als erwarteten Einnahmen hinaus ermöglichen den Schülern nun eine Klassenfahrt in die bayrische Landeshauptstadt München, wo ein Sozialtraining geplant ist. Eines ist sicher: eine schülerorientierte Berufserkundung gepaart mit praktischen Erfahrungen, geplant durch engagierte Lehrkräfte, bekräftigt und festigt die Jugendlichen im Entscheidungsprozess ihres Werdegangs und ihrer künftigen Berufslaufbahn.

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Über die Karlschule

Die Karlschule

Wir sind eine Grund- mit Werkrealschule und Ganztagsbetrieb. Seit Februar 2017 ist es sicher: Die Karlschule hat die Genehmigung bekommen und darf ab dem Schuljahr 2017/2018 offiziell mit der neuen Schulform "Gemeinschaftsschule" starten!