Berufswegeplanung

Berufswegeplanung (22)

Freitag, 26 Mai 2017 17:32

Tag der Berufsorientierung 2017

Zukunft zielgerichtet planen: „Tag der Berufsorientierung“ an der Karlschule

,,Investiere in dich, dann bekommst du 100% zurück!“ – Ernste und wahre Worte, die Comedian und Zauberkünstlerin Marion Metternich an die Achtklässler am vergangenen Mittwoch in der Aula des Bildungszentrums richtet. Mit Engagement und Begeisterung repräsentiert sie ihre innere Haltung und erzählt authentisch von ihrem eigenen Werdegang. ,,Magie und Motivation liegen eng beieinander“, so die selbstbewusste Frau im Interview. Nach einer Begrüßung mit viel Arbeit für die Lachmuskeln durften die Schüler in Kleingruppen unterschiedliche Workshops durchführen: Der Tag der Berufsorientierung stand ganz im Zeichen der Individualhilfe der Schüler, dieses Mal vor allem im praktischen Training.

Waldemar Epple, der Vorstand von Star Care führte mit angeleiteten Fragen echte Telefontrainings zur Einstellung durch, wobei er auf die Wichtigkeit der aktiven Rolle des Interessenten aufmerksam machte. Der ehemalige Polizeibeamte Norbert Scharer arbeitet nun bei der IHK als Lehrstellenberater: ,,Das Glück sucht den Vorbereitenden“, so sein Postulat an die Schüler, das er mit einer Anekdote aus seiner Polizeilaufbahn unterfütterte. Ein weiteres Angebot an diesem Tag bot sich den Schülern anhand der Durchführung von Eignungstests zur Einstellung, in einem simulierten Rahmen nach Originalvorgaben. Die Brisanz dieser Tests zeigen sich durch die standardisierten Pretests, die beispielsweise bei namhaften Unternehmen durchgeführt werden, um die Auswahl der Bewerber zu filtern. Im Rahmen einer Realsituation kamen die Schüler bei verschiedenen Gebieten wie Allgemeinwissen oder logischem Denken ganz schön ins Schwitzen. Benimmtraining a la Knigge bekamen die Schüler von Peter Minrath, Referent für Fachkräftesicherung bei der IHK.

Lehrer und Berufswegeplanungskoordinator der Schule, Marco Wäldele im Interview mit Baden TV: ,,An der Karlschule fangen wir in der fünften Klasse mit Berufsorientierung an. Das Kennenlernen von Berufen hatten wir im letzten Modul, heute steht die praktische Anwendung und der Einbezug der Persönlichkeit im Vordergrund."

(Text: M. Lehn)

„Burgerfabrik“ mit Gewinnoptimierung: Karlschüler starten mit Schülerfirma durch

Einmal ein Produkt einer marktführenden Fastfoodfiliale genaustens unter die Lupe nehmen und in seine Bestandteile zerlegen – all das als Grundlage für die Expertise einer eigenen Produktion ,,ist ganz schön aufregend“, so ein Schüler der 6. Klasse. HTW-Lehrer und Koch Manuel Warth hat sich zur Aufgabe gemacht, mit seiner fünfundzwanzig Schüler starken Klasse den Herstellungsprozess eines Produkts ganz lebensnah bis ins kleinste Detail durchzuplanen und umzusetzen.

Anhand einer Produktionssteigerung in drei Zyklen wurden beim ersten Versuch 60, beim zweiten 100 und beim dritten 150 Burger in derselben Zeit hergestellt. All das geschah unter fachmännischer Leitung des Klassenlehrers, der die Wichtigkeit des Projekts, unter anderem im Rahmen der Berufswegeplanung, betont: „Die Ausbildung sozialer Fähigkeiten wie Team- und Kooperationsfähigkeit stehen klar im Vordergrund. Darüber hinaus ergab sich eine praktische Anwendung, eingebettet in das Fach Mathematik mit zusätzlicher Preiskalkulation.“ Jeder Schüler hatte die Möglichkeit, seine optimalen Fähigkeiten im Rahmen des Produktionszyklus maximal gewinnsteigernd anzuwenden. Die Arbeitsplatzeinteilung wurde stringent und minutiös eingeplant.

„Bislang war noch nicht einmal Zeit, selbst einen Burger zu essen“, lacht eine Schülerin im Interview. Zwischen Schulküche, Klassenzimmer und Foyer, wo der Verkauf jeweils stattgefunden hatte, bewegten sich die fleißigen Schützlinge hin und her.

Aufregende Monate voller neuem Input und dem Stärken und vor allem Wertschätzen der eigenen Fähigkeiten gehen zu Ende – für alle eine Win-Win-Situation.

(Text: M. Lehn)
Donnerstag, 23 Februar 2017 17:07

Azubi-Tag 2017

Unternehmen und Dienstleister der Region informieren am Azubi-Tag: Karlschüler erleben Berufswelt hautnah

Ziel einer Bildungseinrichtung ist es, den Menschen bestmöglich vorbereitet in die Arbeitswelt zu entlassen. Dieser Leitgedanke bildet den Grundsatz einer langwährenden Kooperation zwischen Schule und Wirtschaft. Mit diesem Hintergrund konnten die Achtklässler der Karlschule erneut Einblicke in unterschiedlichste Berufssparten erlangen. Unternehmen wie Daimler AG, Maquet, Klinikum Mittelbaden, Weisenburger Bau, Stadt Rastatt (Bundesfreiwilligendienst), Bau Grün AG und der Kindergarten Sankt Antonius gaben qualifizierte Einblicke in das Leben der Auszubildenden. Im Rahmen eines Interviews konnten sich die Schüler informieren, wobei keine Frage unbeantwortet blieb.

Auszubildende der unterschiedlichsten Firmen antworteten kompetent und berieten individuell. Während der mehrstündigen Veranstaltung stand im Vordergrund, Hemmungen abzubauen und Begeisterung zu entwickeln. Aufgrund des breiten Spektrums an Berufssparten und Fachrichtungen, die der Schülerschaft dargeboten wurden, gelang es, nahezu allen Fähigkeiten und Interessen der Schüler gerecht zu werden.

„Die geringe Personenanzahl ist bei der Kleingruppeneinteilung beabsichtigt. Wir möchten jedem die Möglichkeit geben, sich ausführlich und so intensiv wie möglich zu informieren. Man könnte fast von einem familiären Rahmen sprechen“, so Marco Wäldele, Hauptorganisator und Leiter der Berufsbildung an der Karlschule. Die vier Stunden geballter Informationen wurden im Anschluss mit den Klassenlehrern gemeinsam reflektiert.

Berufswegeplanung beginnt bereits in Klasse fünf und sechs mit Betriebserkundungen. Zudem sind Einblicke in die Welt außerhalb der Klassenräume Bestandteil von (Gemeinschafts-) Schule. Die Dokumentation der wiederkehrenden Berührung mit der Arbeitswelt, die als Spiralcurriculum fest in das Schulkonzept integriert ist, mündet zukünftig in einem Berufswegeportfolio.

Interessen, Fähigkeiten und Qualifikationen, unter anderem auch Teilnahmen an Praktika, werden archiviert, um Begleitung und Unterstützung bei der Berufsfindung bestmöglich zu dokumentieren.

Sonntag, 15 Januar 2017 13:51

Besuch des Baubusses 2017

,,Baubus" an der Karlschule: Schüler werden an Ausbildungsberufe in Bauwirtschaft herangeführt

Im Januar 2016 konnten sich die Schüler der Rastatter Bildungseinrichtung wieder einmal darauf freuen, handwerkliche Bauberufe auf spielerisch-informative Weise anhand spannendster Multimediaelemente beschnuppern zu dürfen. Unter dem Motto ,,BAU - DEIN DING", einer Nachwuchskampagne der Bauwirtschaft Baden-Württemberg besucht ein speziell konzipierter Baubus Schulen und Marktplätze in dem Bundesland seit Februar 2013.

Alle Schüler der achten Klassen durften am vergangenen Donnerstag verschiedene Stationen zu unterschiedlichsten Bauberufen erkunden. Unter professioneller und kompetenter Begleitung und Beratung blieben keine Fragen unbeantwortet. Viele unterschiedliche Stationen zum Tätigwerden begeisterten die Schüler: Ein Miniaturkran, der durch eine Steuerung bedient werden konnte, verlangte den Schülern Schnelligkeit und Richtungskoordination ab. Die ,,Fühlbar" forderte es, blind Werkzeuge wie einen Dübel, eine Wasserwaage oder gar ein Stuckelement zu erfühlen. Für mathematisch Interessierte konnte der gesamte Baubus vermessen werden, was für eine realistische Längen-Zuordnung sensibilisieren sollte. Auf einem Bauboard, einem Bewegungssimulator, der Bewegungen synchron zu einem Film ausführte, musste Koordination und Gleichgewichtssinn bewiesen werden, während trickreiche Fragen rund um das Thema Handwerk gestellt wurden. In einer Box durften sich die Schüler mit echten Jacken und Helmen wie auf dem Bau fühlen: Die Höhe eines echten Krans wurde darin simuliert, was fotografisch für jeden Teilnehmer festgehalten und als Andenken mitgenommen werden konnte.

Der spiralcurriculare Aufbau der Berufsorientierung im Schulkonzept der Karlschule sorgt dafür, dass die Schüler immer wieder in Berührung mit unterschiedlichsten Berufen kommen dürfen, damit sich ihre Zukunft zielgerichtet planen lässt. Ab Klassenstufe fünf beginnt bereits die Dokumentation der Begegnung mit unterschiedlichsten Berufsgruppen und dem Eruieren von Neigungen und Fähigkeiten. Im Rahmen eines Berufswegeportfolios werden hierbei individuelle Entwicklungen dokumentiert.

Der Schwerpunkt bei der Vorstellung des Baubusses lag bei den handwerklichen Berufen. ,,Wir wollen unsere Schüler von Beginn an an eine breite Palette von Berufen heranführen, sodass den Interessen und Neigungen aller Rechnung getragen werden kann", so Marco Wäldele, Organisator der Berufsvorbereitung an der Karlschule.

Montag, 19 Dezember 2016 22:26

Linzertortenverkauf

Linzertorten für Afrika: Karlschüler verkaufen und spenden für guten Zweck

Voll in Aktion: Am vergangenen Samstag Vormittag, dem 17.12.2016, baute die Klasse 6A unter der Leitung von Klassenlehrer Manuel Warth alles nötige für einen Linzertortenverkauf vor einer Supermarktkette in Rastatt auf.

Wochenlang stand im Fachunterricht das Thema Produktionstechnik auf dem Plan: Wie funktioniert eine Produktionslinie? Wie gewährleistet man Qualitätskontrolle? An zwei aufeinanderfolgenden Freitagen wurden im Rahmen einer Schülerfirma all diese Fragen bearbeitet. Nach dem ersten Produktionsgang gab es Feedback und Evaluation, um Verbesserung und Steigerung von diesem in der Folgewoche gewährleisten zu können. Beim Herstellungsprozess hatte jeder Schüler eine Aufgabe: Teig stechen, Marmelade einfüllen, Verpackung oder Dekoration – all diese Schritte konnten so optimiert werden, dass die Effektivität in der zweiten Woche fast das doppelte betrug. Fächerübergreifend wurden Ausgaben und Einnahmen im Mathematikunterricht anhand einer Tabellenkalkulation berechnet.

Die Hälfte des Ertrags geht nach Ruanda: Jugendliche sollen dort lernen, die Gewalt untereinander zu minimieren. Es ist angedacht, dass diese Schüler im nächsten Jahr zu Besuch an die Karlschule kommen, um über ihren Alltag zu berichten und einen Einblick in ihr Leben zu geben. ,,Mir ist wichtig, dass man weiß, wohin das Geld geht und dass die Schüler direkt sehen, was damit passiert“, so Lehrer und Koch Manuel Warth. Im Interview betont er die Wichtigkeit der Wertschätzung eines Produktionsprozesses. „Hinter der Herstellung einer Tafel Schokolade steckt viel mehr als der bloße Euro, mit dem die Kinder heutzutage oftmals viel zu leichtfertig umgehen.“

Eine stattliche Summe von 330 Euro konnte erwirtschaftet werden, die Hälfte wird nach Afrika gespendet: Mit einem stolzen Lehrer und Schülern im Hintergrund, die den Wert eines Produkts schätzen gelernt haben.

Karlschüler schnuppern Zukunftsluft: Coaching 4 Future stellt MINT-Berufe vor

Mechatroniker, Medientechnologe oder technischer Zeicher werden? Diese Frage stellten sich vergangene Woche etwa sechzig Schüler der Rastatter Schule. Ein Team aus studierten Coaches führte einen Crashkurs in Sachen MINT-Berufe im Rahmen von zwei Schulstunden in allen achten Klassen durch.

Über die Karlschule

Die Karlschule

Die Gemeinschaftsschule Karlschule befindet sich in der Barockstadt Rastatt, nahe der Murg. Seit dem Jahr 2015 haben wir uns auf den Weg zur Gemeinschaftsschule gemacht und dürfen uns seit dem Schuljahr 2017/2018 offiziell "Karlschule Gemeinschaftsschule" nennen. Die in den Schulkomplex integrierte Grundschule umfasst derzeitig zehn Primarstufklassen inklusive einer Vorbereitungsklasse (VKL). In dem Sekundarbereich werden vier Lerngruppen von Lernbegleitern unterrichtet. Die Klassen sieben bis zehn werden in zehn Werkrealschulklassen unterrichtet. Zusätzlich gibt es im Sekundarbereich zwei Vorbereitungsklassen (VKL). Zur Zeit besuchen 534 Schüler und Schülerinnen die Karlschule.