Vorbereitungsklassen (VKL)

Vorbereitungsklassen (VKL) (4)

Donnerstag, 03 August 2017 10:27

VKL Elternfest 2017

Vielfalt der Sprachen wird aktiv gelebt: Internationales Elternfest an der Karlschule

Am vergangenen Freitag, dem 21.07.2017, trafen sich erneut Jugendliche, Kinder, Eltern und Lehrkräfte der vier Vorbereitungsklassen, kurz: VKL-Klassen, um ein erfolgreiches Schuljahr gebührend zu verabschieden. Die Einladung galt aber besonders auch den zahlreichen helfenden Händen, die über das Jahr hinweg durch ihre Arbeit die Kinder der VKL mitgetragen haben. Unter ihnen Jan Werner, als Vertreter der Schulleitung, die 2. Vorsitzende des Fördervereins Karlschule Rastatt e.V., Dr. Irmgard Stamm, Schulsozialarbeiter Daniel Pütsch, Sozialarbeiterin Brigitte Oser vom Stadtteilbüro Dörfel sowie einige Sozialarbeiter der Gemeinschaftsunterkünfte und externe Partner wie die ehrenamtlichen Lehrer der Caritas-Sprachkurse. Sie alle waren gekommen, um gemeinsam den Ausklang des Schuljahres bei traditionellen, landestypischen Gerichten und Süßspeisen zu feiern. Natürlich durften gerade bei diesen Temperaturen auch die Getränke nicht fehlen. Familien, unter anderem aus Albanien, Afghanistan, Eritrea, dem Irak, Rumänien, Syrien und der Ukraine waren anwesend, um sich bei strahlendem Sonnenschein in ungezwungener Atmosphäre auszutauschen. Nach einem herzlichen Begrüßungslied der VKL-Grundschüler und einer inszenierten Lesung der VKL-Schüler der Klassen 5 und 6 hatten die Kinder dann Gelegenheit zum Spielen und Toben auf dem Hof.

Unter der organisatorischen Leitung der vier VKL-Klassenlehrer Ilka Hammer, Uwe Melzer, Anne Merzig und Stephanie Spohn wurde in den vergangenen Wochen viel Arbeit geleistet. Im Schuljahr 2016/2017 besuchten etwa 80 Schülerinnen und Schüler, aufgeteilt in vier Klassen, die VKL in der Karlschule. Im Rahmen dieser werden Schüler, die über keine oder geringe Deutschkenntnisse verfügen, auf den Unterricht in Regelklassen vorbereitet. Dazu gehört das Vermitteln grundlegender Sprachkenntnisse und natürlich die Orientierung in der Schule, aber gerade auch in den höheren Klassen die Berufsorientierung. Nach wie vor sind sich die Lehrkräfte einig: Elternarbeit ist für eine erfolgreiche Arbeit besonders wichtig. Es ist essentiell, mit den Eltern Hand in Hand zu arbeiten, wenn es um die Bildung und Erziehung ihrer Kinder geht – gerade dann, wenn Kulturunterschiede und Sprachbarrieren diesen Prozess begleiten. Die beteiligten Lehrkräfte freuten sich über die große Resonanz und sprachen von einem ,,vollen Erfolg des Elternfests.“

(Text: M. Lehn/S. Spohn)

Kooperative Berufsorientierung mit Zielcharakter: Karlschüler führen „KooBO-Projekt“ durch

Gemeinsam mit anderen zusammenarbeiten, praktisch an echten Produktionsaufträgen arbeiten, reale Probleme lösen und Einblick in Arbeitsweisen verschiedener Berufe erhalten: All das sind die Inhalte, die im KooBO-Projekt an der Rastatter Schule, das einmal wöchentlich für eine Doppelstunde Raum im Schulalltag findet, realisiert werden. Bereits am 23.11. gab es einen Elternabend mit Referentin Claudia Süß-Wodtcke über das Projekt, das unter anderem von der Bundesagentur für Arbeit finanziert wird. Ziel ist die Förderung der Jugendlichen, die an dem Abend zahlreich mit ihren Eltern erschienen sind. Im Rahmen des Projekts werden Aufgaben des täglichen Lebens geübt: Ein Schüler, der sich sein Zimmer verschönern will, kann lernen, wie man tapeziert und Malerarbeiten ausführt, Löcher in die Wand bohrt oder wieder verputzt. Zudem wird ein sinngemäßer Umgang mit Reinigungsmitteln geübt. Für eine gute Bewerbung werden im Rahmen des Projekts Deckblätter erarbeitet und Fotos erstellt. Worauf muss dabei geachtet werden? Weitere lebenspraktische Aufgaben wie die Reparatur von Fahrrädern im Alltag werden wie das Gesamtprojekt von Techniklehrer Henry Heming vorbereitet.

Derzeit hat sich eine Gruppe von achtzehn Schülern zusammengefunden, die im Rahmen einer AG das Projekt verwirklicht. Sinn ist es, dass sich die Schüler gemeinsam für ein Projekt entscheiden, bei dem Experten verschiedener Berufsgruppen dabei helfen können, wodurch die Kinder interessengeleitet in Wunschberufe hineinschnuppern dürfen. Klassenlehrerin Stephanie Spohn der Vorbereitungsklasse VKLc zeigt sich begeistert: ,,Theorie-, Basis- und Praxiswissen wird vermittelt, das sie so nachhaltig und effektiv lernen können, dass sie es anwenden können, egal wo ihr Weg sie in Zukunft auch immer hin verschlagen wird.“

Mit Kreativität und Farbe zum Ziel: Karlschülerinnen gewinnen Malwettbewerb

Vorbereitungsklassenlehrer Uwe Melzer der Rastatter Schule ist mächtig stolz, als er seine zwei Schützlinge zur Preisverleihung des diesjährigen Wettbewerbs der Volksbank Baden-Baden begleitet: Unter dem Motto ,,Freundschaft ist bunt“ haben die Mädchen Zavina Gordon und Wajiha Batool mit ihren Leistungen überzeugt. Ihre Bilder zeigen in sich stimmige Kompositionen, die Facetten von Freundschaft künstlerisch darstellen. Von 1500 Teilnehmern gab es fünfzig Prämierungen, darunter für die Werke der zwei Mädchen, die sich über Kinogutscheine freuen konnten. ,,Es ist schön, dass sich nicht nur vermehrt Verbesserungen in der Sprachentwicklung zeigen lassen, sondern auch, dass die Kinder Wertschätzung erfahren durch ihre Fähigkeiten, die unabhängig vom Deutschlernen sind.“, so der engagierte Lehrer in einem Interview. Er betont die Wichtigkeit von Förderung und Ausbildung aller Potentiale der Schüler: ,,Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei!“

 

Dienstag, 04 Juli 2017 18:48

Zoobesuch der Klasse VKLc in Karlsruhe

Karlsruher Zoo lockt Karlschüler in die Fächerstadt: Fruchtbares Lernen durch heterogene Sprachteams

Mit der neuen Einheit „Tiere“ im MNT-Unterricht der Schüler der Vorbereitungsklasse der Jahrgangsstufen sieben bis neun kam bereits die Idee eines gemeinsamen Ausflugs in den Karlsruher Zoo auf und sollte auch verwirklicht werden. Die MNT- und Klassenlehrerin der 1c Sophie Behrens wusste, dass es für viele ihrer Schützlinge der erste Zoobesuch ihres Lebens werden würde. Schnell wurde gemeinsam mit Stephanie Spohn, Klassenlehrerin der Sprachförderklasse, das perfekte Datum gefunden. Die Jugendlichen halfen bei der Planung des Ausfluges und die Vorfreude der Kinder und Jugendlichen auf das bevor liegende Ereignis war deutlich spürbar.

Am Donnerstag, den 1. Juni war es endlich soweit: 35 Schüler marschierten mit ihren Lehrerinnen zum Rastatter Hauptbahnhof, von wo es mit der Regionalbahn nach Karlsruhe ging. Im Zoologischen Stadtgarten staunten die Schüler über die Vielfalt der Tiere und ihre Merkmale. Die Begegnung mit diesen Tieren begeisterte alle. Da man bekanntlich ja am besten lernt, wenn man sein Wissen an andere weitergibt, hat die Klasse von Stephanie Spohn im vorangestellten Unterricht Präsentationen zu einigen der dort lebenden Tiere vorbereitet. Trotz warmer Temperaturen und so viel Aufregung schafften es die Kleinen, aufmerksam zuzuhören und neue Informationen aufzunehmen. Besonders erstaunt hat sie beispielsweise, dass das Nilpferd für den Menschen weitaus gefährlicher ist als der Löwe.

Während die großen Schüler anschließend mit Frau Spohn eine Bootsrundfahrt auf dem See genossen, durften die Erstklässler mit Frau Behrens in den Streichelzoo. Dies war für viele Kinder ein besonderes Erlebnis. So konnte ein Erstklässler seine große Angst vor Tieren abbauen und traute sich am Ende sogar, eine Ziege zu streicheln.

Der vierstündige Ausflug hat alle Kinder und Jugendlichen begeistert. Diejenigen, die erst vor kurzem nach Deutschland gekommen sind, haben ihr Bestes gegeben und wurden stets mit einem anerkennenden Applaus belohnt. Diese Erfahrungen stärkten ihr Selbstvertrauen und machten sie stolz. Auch in Zukunft dürfen sich die Schüler auf solche Aktionen freuen.

(Text: S. Behrens, S. Spohn)

Über die Karlschule

Die Karlschule

Wir sind eine Grund- mit Werkrealschule und Ganztagsbetrieb. Seit Februar 2017 ist es sicher: Die Karlschule hat die Genehmigung bekommen und darf ab dem Schuljahr 2017/2018 offiziell mit der neuen Schulform "Gemeinschaftsschule" starten!